Neumitglied Annika Schumann bei der Veranstaltung "SPDerneuern" in Hamburg

Veröffentlicht am 19.11.2017 in Aktuelles

Annika im Gespräch mit Martin Schulz

Die SPD-Spitze hat aus den Wahlergebnissen Konsequenzen gezogen und sich eine neue Form der Kommunikation mit den Mitgliedern ausgedacht, um Veränderungsideen zu besprechen. Unter dem Motto #SPDerneuern fand die erste Tagung am 28. Oktober 2017 in Hamburg statt. Die erste Aufgabe, die den Anwesenden unter anderem von Martin Schulz, Andrea Nahles und Olaf Scholz gestellt wurde, bestand darin, auf eine Karte zu schreiben, was ihnen am Wahlkampf gefallen hat und auf einer anderen festzuhalten, was sie nicht gut fanden. Die Ergebnisse wurden dann anschließend an Wände gepinnt und nach der Veranstaltung eingesammelt; die Auswertung erfolgt in Berlin. Ziel des Termins war schließlich nicht, den Wahlkampf zu kritisieren, sondern sich auf die Neuaufstellung und den Fokus der SPD zu konzentrieren. Im nächsten Schritt teilten sich die anwesenden Mitglieder in kleine Gruppen auf und beschrieben auf Plakaten, wo sich die SPD heute befindet und was verbessert werden sollte, damit sich der Status Quo verbessert. Anschließend trug ein Kreis aller Ansprechpartner der jeweiligen Gruppen die Kernideen der SPD-Spitze vor.

 

 

Besonders oft wurde angemerkt, dass die SPD das Vertrauen der Wähler – und teilweise auch der Basis – verloren hat. Viele Mitglieder sehen eine Begegnung auf Augenhöhe durch ein größeres Mitspracherecht und Gesprächsveranstaltungen wie diese unerlässlich, um das verlorene Vertrauen wiederherzustellen.
Aber auch das Thema Digitalisierung wurde sehr oft angesprochen – insbesondere von den jüngeren Mitgliedern. Dies wurde auch dadurch begründet, dass auf der Veranstaltung selbst Pappplakate verwendet wurden und keine Tablets oder ähnliches.
Es wurde ebenso bemängelt, dass die SPD mehr auf neue Medien Wert legen sollte, aber auch auf eine allgemeinere Digitalisierung innerhalb der Partei. Zum Beispiel wurde angeregt, dass manche Mitglieder gerne auf kommunaler Ebene bei Sitzungen dabei wären, dies aber aufgrund von Arbeitszeiten nicht möglich ist. Wenn diese im Anschluss online verfügbar wären, könnten sie dennoch im Nachhinein teilnehmen und ihre Meinungen mitteilen.
Natürlich gab es auch viele kleinere Themen, die angesprochen wurden. Jeder einzelne dieser Punkte wurde interessiert und aufmerksam von der Spitze angehört und in seiner Schlussrede zeigte sich Martin Schulz beeindruckt: Er betonte, dass ihn Ideen und Anmerkungen der Teilnehmer begeisterten. Die Veranstaltung habe ihn sehr zum Nachdenken gebracht und er freue sich darauf, die Plakate alle mit nach Berlin zu nehmen und dort die Auswertungen mitzuerleben. Vertrauen und Zutrauen in die Politik der SPD zurückzugewinnen, sei die große Herausforderung der sich die Spitze mit dem Erneuerungsprozesse stellen müsse, so Schulz. Er sagte außerdem, dass die Erneuerung der Partei nur gemeinsam gelingen würde. Nachdem alle anderen Dialogveranstaltungen beendet sind, wird aus den Ergebnissen ein Arbeitsprogramm erstellt. Eine Neuaufstellung der Partei lässt sich nicht in wenigen Tagen übereilt bewerkstelligen, die SPD-Spitze arbeitet in den nächsten zwei Jahren hart an der Neuaufstellung der Sozialpartei.

Annika Schumann

 

Mitglieder stellen sich vor

Mein Name ist Julius Schmitt. Ich wohne zwar erst seit einigen Jahren in Großhansdorf, habe mich aber schon sehr schnell heimisch gefühlt. Ich trat Anfang 2017, als ich 15 Jahre alt war, in die SPD ein. In Zeiten, in denen sich immer weniger junge Leute in den demokratischen Parteien engagieren, hielt ich es für notwendig, nicht bloß politisch interessiert sondern auch engagiert zu sein. Als Aufgabe sehe ich deutlich, dass sich wieder mehr junge Menschen parteipolitisch betätigen sollten.  
Derzeit besuche ich die Stormarnschule in Ahrensburg und bin damit noch mitten in meiner Ausbildung. Bildungspolitik ist damit naturgemäß sehr wichtig für mich, da sie mich unmittelbar betrifft. Mit Spannung aber auch mit Sorge blicke ich in die Zukunft, wenn es um die Digitale Bildung der Schüler bzw. die Digitalisierung der Schulen im Allgemeinen geht.
Ich hoffe, dass ich mit meinem Engagement einen Teil dazu beitragen kann, dass sich wieder mehr junge Menschen politisch engagieren. Da gibt es viel zu tun und es wird dauern, aber wenn man das Ziel ernsthaft verfolgt wird es gelingen. Auch bin ich überzeugt, dass das der SPD helfen wird, wieder mehrheitsfähig zu werden. Neue und ausgefallene Ideen und Visionen sind gefragt, um diese Partei mit neuer Energie auszustatten und am Ende das Beste für Deutschland und Europa zu erreichen. Ich erhoffe mir, dass ich einen Teil dieser Ideen beisteuern kann sowie helfen kann, die Ideale dieser Partei umzusetzen.