Splitting von Krippenplätzen - ein berechtigtes Elterninteresse?

Veröffentlicht am 12.10.2012 in Aktuelles

Krippenplatz-Splitting - Thema im Sozialausschuss und in der Gemeindevertretung
Mit den Stimmen der SPD-Fraktion wurde im Sozialausschuss und in der GV die Möglichkeit des Krippenplatz-Splittings in der kommunalen KiTa abgelehnt. Worum ging es dabei?
Es gab den Vorschlag, Eltern die Möglichkeit zu eröffnen, sich einen Krippenplatz zu teilen, so dass das eine Kind an zwei Tagen und das Andere an drei Tagen die Krippe besucht. Platz und Kosten würden geteilt.
Karin Iding

Aus Sicht von Eltern und Träger klang dieser Vorschlag zunächst einmal bestechend: Krippenbetreuung würde flexibler, besonders vor dem Hintergrund, dass nicht alle jungen Mütter eine Vollzeitberufstätigkeit anstreben und ausüben. Es müsste dann nicht der teure Vollzeit-Krippenplatz in Anspruch genommen werden. Aus Sicht der Trägers hätte es den Charme, dass mit dem bestehenden Angebot mehr Eltern ein Krippenplatz angeboten werden könnte, besonders vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs ab 2013.
Warum hat dann die SPD in Großhansdorf diese Idee verworfen? Krippen- und KiTa-Betreuung haben neben dem gesellschaftlichen Ziel der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere für Frauen vor allem bildungspolitische Ziele. Sie stellen die ersten Bausteine in einer gesamtheitlichen Bildungslandschaft dar, die zum Ziel hat, allen Kindern ohne Berücksichtigung der sozialen Herkunft beste Bildungs- und damit Zukunftschancen zu eröffnen. Konzeptionelle Arbeit in den Einrichtungen wäre aber nur noch eingeschränkt möglich, wenn die Gruppenzusammensetzung täglich wechselt. Außerdem ist ein stabiles Umfeld mit festen Bezugspersonen und Gruppenkonstellationen gerade für Kleinkinder bis zu drei Jahren enorm wichtig. Die Aussicht, morgen mit Anna und Frederik zu spielen und zu lernen, übermorgen aber mit Sina und Max, mag uns Erwachsenen als willkommene Abwechslung erscheinen, für kleine Kinder bedeutet es Instabilität und damit Stress.
Die dadurch bedingte Unruhe der Kinder wird sich auf das Gruppenklima auswirken, was wiederum die Arbeit der Erzieherinnen erschwert.
Organisatorische Schwierigkeiten für die Leitungen bzw. die Verwaltung, die z.B. auftreten, wenn ein Elternteil den geteilten Krippenplatz vorzeitig kündigen möchte, z.B. wegen Umzugs, seien hier nur am Rande erwähnt, sprechen aber auch gegen eine solche Lösung.
Der Wunsch vieler Eltern nach flexiblen Betreuungsangeboten ist nachvollziehbar, wird aber durch das ergänzende Angebot der Tagespflegepersonen bereits gedeckt. Hier ist die Gruppengröße auf 5 Kinder begrenzt, was die o.a. Stressfaktoren für die Kinder beträchtlich abmildert. Die Tagespflege ist als gleichwertige zweite Säule der Kinderbetreuung zu betrachten.

 

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Mitglieder stellen sich vor

Mein Name ist Gudrun Apel. Ich bin 72 Jahre alt, verh., wir haben 3 Kinder und 4 Enkelkinder. Meine Wurzeln liegen in Nordrhein-Westfalen: In Hagen bin ich aufgewachsen; in Düsseldorf habe ich als Übersetzerin gearbeitet. Seit 1975 lebe ich mit meiner Familie in Großhansdorf. Mehr als 40 Jahre lang engagiere ich mich ehrenamtlich für das Gemeinwohl: in der Evang.-Luth. Kirche auf Gemeinde-, Kirchenkreis- und Landesebene und kommunalpolitisch. 1992 bin ich in die SPD Großhansdorf eingetreten und seitdem Mitglied in der Gemeindevertretung. Ich bin seit vielen Jahren Vorsitzende des Sozialausschusses, Vorsitzende des Beirats der gemeindlichen Kindertagesstätten, Mitglied im Kuratorium des Kulturrings. 2013 wurde ich zur 1. stellvertretenden Bürgervorsteherin gewählt. Für mein breites ehrenamtliches Engagement wurde mir im Jahre 2008 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Warum kandidiere ich nun erneut für die Wahl in die Gemeindevertretung Großhansdorf? Ich möchte meinen „Schatz“ an Erfahrung auf dem Gebiet der Sozialpolitik in Großhansdorf gern weiter einbringen, um die gesteckten Ziele der SPD hier am Ort zu erreichen. Dazu gehören für mich insbesondere die bedarfsgerechte, familienfreundliche und bezahlbare Kinderbetreuung (Krippe, Elementarbereich, Unterstützung von Tagesmüttern etc.), die verlässliche Betreuung von Schulkindern, Beratung von Familien, die Unterstützung von Vereinen und Verbänden vor Ort, die mit ihrem breitem Engagement ein gutes Miteinander garantieren.