Fracking - zu welchem Preis - Bericht über unsere Veranstaltung

Veröffentlicht am 12.04.2013 in Aktuelles

Dr. Nina Scheer bei ihrem einleitenden Vortrag

Am 11. April kamen auf Einladung unseres Ortsvereines Dr. Nina Scheer (Bundestagskandidatin unseres Wahlkreises), Olaf Schulze (Energiepolitischer Sprecher der SPD im Landtag) und Reinhard Mendel (Fraktionsvorsitzender im Kreistag) nach Großhansdorf, um über das Thema Fracking – Erdgasgewinnung aus tiefen Gesteinsschichten mittels Einbringung von Chemikalien – zu informieren und die SPD-Position dazu zu erläutern. Die Ausweisung von Erkundungsgebieten für diese Technologie im Großraum Schwarzenbek und Glinde war Anlass genug, sich auch in Großhansdorf mit dieser Problematik zu befassen.

Nina Scheer machte deutlich, dass die umweltbelastende Fracking-Technologie nicht gebraucht wird, um den Energiehunger der Zukunft zu stillen. Wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben wird, sind wir darauf nicht angewiesen. Sie erklärte auch die gesetzliche Situation: „Entscheidungen über die Anwendung dieser Technologie fallen auf der Grundlage des Berggesetzes. Es wird weder den heutigen Umweltschutzanforderungen, wie sie auch das Staatsziel Umweltschutz gemäß Art. 20a Grundgesetz vorsieht, noch Bürgerbeteiligungsinteressen gerecht.“ Länder und Kommunen haben kaum Einflussmöglichkeiten, ein Umstand, der von Reinhard Mendel als „Entrechtung“ der Betroffenen bezeichnet wurde. Eine Novellierung des Bergrechtes sollte schnellst möglich in Berlin auf der Agenda stehen. Nina Scheer begrüßte eine entsprechende Bundesratsinitiative, mitausgehend von Schleswig-Holstein. Olaf Schulze berichtete, dass im schleswig-holsteinischen Landtag auf SPD-Initiative interfraktionell Einigkeit darüber erzielt wurde, Fracking abzulehnen.
Die lebhafte Diskussion unter den Gästen zeigte, dass die Themenauswahl deutlich dem Interesse nach mehr Aufklärung und Diskussion über den Nutzen von Fracking und die mit dieser Technologie zusammenhängenden Gefährdungen entsprach. Die Großhansdorfer zeigten sich sehr informiert und stellten viele fachlich interessante Fragen, die die Referenten überzeugend beantworten konnten.
Tobias von Pein, MdL fasste die Ergebnisse des Abends mit den Schlussworten zusammen, dass Fracking nicht mit den vor Ort realisierbaren Zielvorgaben von Nachhaltiger Entwicklung zu vereinbaren und somit abzulehnen sei.

 

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Mitglieder stellen sich vor

Mein Name ist Sandrine Klimek, ich lebe seit 10 Jahren gut und glücklich mit meiner Familie in Großhansdorf und bin seitdem auch ehrenamtlich / gesellschaftspolitisch engagiert.

Was bewegt mich, mich politisch zu engagieren? Es gibt viele Dinge, die mich weltpolitisch interessieren und viele davon reichen bis in mein unmittelbares Lebensumfeld. Insofern verstehe ich es als selbstverständlich mich für den Bereich, den ich direkt beeinflussen kann, stark zu machen. Mein Interessenschwerpunkt liegt hierbei in der Kinder-und Jugend- sowie Bildungspolitik. Ich möchte, dass alle Kinder eine Chance auf qualitativ gute Bildung haben. Egal ob in Krippe, Kita oder Schulkindbetreuung – wir brauchen vernünftige Konzepte die unsere Kinder fit für die Zukunft machen; keine überfüllten Gruppen, keine resignierten Erzieher/innen oder Lehrer/innen und keine frustrierten Eltern, die sich im Kostendickicht der Kinderbetreuung verlieren.

Mein zweiter Schwerpunkt ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Ich wünsche mir viel mehr Frauen in der Politik, die aktiv für ihre Rechte und Forderungen eintreten. Nächstes Jahr feiert das Frauenwahlrecht 100. Jubiläum und noch immer sind Frauen in vielen Bereichen benachteiligt und gerade in politischen Positionen unterrepräsentiert. Dies zu ändern ist mir ein großes persönliches Anliegen und ich würde mich freuen, wenn mehr Frauen sich trauen ihr Recht auf Beteiligung wahrzunehmen (und Beteiligung fängt in der Kommune an). Schluss mit den Trippelschritten! (Prof. Rita Süßmuth, Bundestagspräsidentin a.D.)