Bürgerdialog zur Verkehrsplanung am Eilbergweg

Veröffentlicht am 20.10.2012 in Aktuelles

Bürgerbefragung am 8. September 2012

Ein zweiter Kreisel am Eilbergweg?

Ein Kreisel beruhigt den Verkehr, leitet an Kreuzungen den Verkehr weiter und sorgt für einen fließenden Durchgang ohne überflüssige Wartephasen. Durch die reduzierten Brems- und Beschleunigungsvorgänge werden Lärmschutzeffekte erwartet. Kreisel gibt es in verschiedensten Größen und Varianten. In unserem konkreten Fall geht es um die Kreuzung Eilbergweg – Schaapkamp - Neuer Postweg, für die ein kleiner Kreisel mit überfahrbarer Mitte, ein so genannter Mini-Kreisel, in Frage kommt,

Am Samstag, den 8. September 2012 haben wir mit Passanten vor Ort darüber gesprochen, wie sie über die Verkehrssituation denken und was ihnen am Wichtigsten wäre. Der Wunsch nach einer Ampel war ausgesprochen durchgängig vorhanden. Die Begründung: alte Menschen und Schulkinder - gerade Grundschüler - brauchen einen sicheren Weg über die Straße. Dabei wurde auch Kritik an dem schmalen Fußweg am Neuen Postweg in Kombination mit Lieferverkehren laut. Grundsätzlich entsteht der Eindruck, dass die Kreuzung gut funktioniert.

Sabine Estorff

Mit dem ALDI-Markt werden nach der Berechnung des Verkehrsgutachters rd. 900 Fahrzeuge pro Tag dazu kommen. Jetzt kommen - so steht es im Gutachten aus dem Jahr 2008 für den neuen Markt am derzeitigen REWE- Standort an der Hansdorfer Landstraße – rd. 8.100 Fahrzeuge aus Richtung Eilbergweg auf den Kreisel Kreuzung Wöhrendamm zu. Durch den neuen EDEKA - Markt werden ca. 1.700 Fahrzeuge dazu kommen. Wahrscheinlich sind die Zahlen nicht einfach zu addieren, sondern von den jetzt schon dort passierenden Fahrzeugen wird ein Teil auch die neuen Märkte anfahren. Ob die Kapazität eines Mini-Kreisels dafür noch ausreicht, wäre zu untersuchen; sinnvollerweise nachdem der ALDI- Markt eröffnet hat.

Der an der Kreuzung zur Verfügung stehende Platz beschränkt die Kreiselvariante auf einen so genannten Mini – Kreisel. Ein Mini-Kreisel hat eine Kapazität von bis zu 14.000 Fahrzeugen pro Tag, so die Hamburger Empfehlungen für den Bau von Stadtstraßen (PLAST 5), die Schleswig-Holsteiner (RAST 6) gehen von bis zu 18.000 Fahrzeugen pro Tag aus. Ampeln werden erst ab 20m hinter dem Kreisel empfohlen, da sonst ein Rückstau in den Kreisel droht; die Kapazität des Kreisels würde dadurch erheblich gemindert.
Rund um den Kreisel wären dann Fußgängerüberwege anzuordnen, um die Querung von Radfahrern und Fußgängern zu sichern. Und hier findet der Kreisel seine Grenzen: „nicht zu empfehlen sind Kreisel bei deutlich erhöhtem Fußgängeraufkommen“ (PLAST 5, Knotenpunkte, Kreisverkehre). Es findet sich jedoch keine Aussage, wann genau das der Fall ist. Zu beobachten ist an der besagten Kreuzung, dass die Fußgängerampel gut genutzt ist und dem Fußgängerstrom durch die Rotphasen Einhalt geboten wird. In diesen Rotphasen für die Kraftfahrzeuge, fließt der Verkehr aus dem Neuen Postweg und dem Schaapkamp in Richtung Hoisdorf flüssig ab.
Die Hamburger Empfehlungen raten von einem Kreisel ab, wenn die Verkehre aus den einmündenden Straßen sehr ungleich verteilt sind. Die Schleswig-Holsteiner raten in diesem Fall zu einer genaueren Untersuchung. Wie die Verteilung an der Kreuzung Eilbergweg – Schaapkamp - Neuer Postweg aussieht, ist nicht geprüft.

Der sofortige Bau des Kreisels, ohne eine genauere Untersuchung der neuen Verkehrsverhältnissemit den neuen Märkten, macht aus Sicht der SPD verkehrspolitisch keinen Sinn. Ein Rückbau des Kreisels wird nicht finanzierbar sein.

 

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Mitglieder stellen sich vor

Mein Name ist Gudrun Apel. Ich bin 72 Jahre alt, verh., wir haben 3 Kinder und 4 Enkelkinder. Meine Wurzeln liegen in Nordrhein-Westfalen: In Hagen bin ich aufgewachsen; in Düsseldorf habe ich als Übersetzerin gearbeitet. Seit 1975 lebe ich mit meiner Familie in Großhansdorf. Mehr als 40 Jahre lang engagiere ich mich ehrenamtlich für das Gemeinwohl: in der Evang.-Luth. Kirche auf Gemeinde-, Kirchenkreis- und Landesebene und kommunalpolitisch. 1992 bin ich in die SPD Großhansdorf eingetreten und seitdem Mitglied in der Gemeindevertretung. Ich bin seit vielen Jahren Vorsitzende des Sozialausschusses, Vorsitzende des Beirats der gemeindlichen Kindertagesstätten, Mitglied im Kuratorium des Kulturrings. 2013 wurde ich zur 1. stellvertretenden Bürgervorsteherin gewählt. Für mein breites ehrenamtliches Engagement wurde mir im Jahre 2008 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Warum kandidiere ich nun erneut für die Wahl in die Gemeindevertretung Großhansdorf? Ich möchte meinen „Schatz“ an Erfahrung auf dem Gebiet der Sozialpolitik in Großhansdorf gern weiter einbringen, um die gesteckten Ziele der SPD hier am Ort zu erreichen. Dazu gehören für mich insbesondere die bedarfsgerechte, familienfreundliche und bezahlbare Kinderbetreuung (Krippe, Elementarbereich, Unterstützung von Tagesmüttern etc.), die verlässliche Betreuung von Schulkindern, Beratung von Familien, die Unterstützung von Vereinen und Verbänden vor Ort, die mit ihrem breitem Engagement ein gutes Miteinander garantieren.