Atommüll-Endlager in Siek?

Veröffentlicht am 24.01.2018 in Aktuelles

 

Am 22. Januar besuchten Reinhard Niegengerd und Karin Iding eine Informationsveranstaltung der NGO ausgestrahlt zum Thema Mögliches Atommüllendlager in Siek. Dort trafen wir auf einige interessierte Großhansdorfer Bürger und Bürgerinnen.

In einem sehr sachlichen Stil wurden im Wesentlichen die folgenden Fakten bestätigt.

1. Es gibt einen Salzstock unter dem Gemeindegebiet von Siek, der sich bis an den Rand des Herzogtums Lauenburg erstreckt.

2. Da Steinsalz noch immer als eine von drei Gesteinsarten (neben Granit und Ton) gilt, die sich zur Endlagerung eignen, wurde dieser Salzstock auf eine Liste zu prüfender Standorte aufgenommen. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) hat zunächst in den Bundesländern vorhandene geologische Daten gesammelt und diese aufgelistet. Das entspricht dem ergebnisoffenen Verfahren, das im Gesetz vom September 2017 festgeschrieben wurde. Geologische Erkundungen oder eine Bewertung dieser Standorte haben noch nicht stattgefunden.

3. In einem dreistufigen Ausschlussverfahren werden die am besten Geeigneten herausgefiltert mit dem Ziel, bis 2031 eine zentrale Endlagerstätte festzuschreiben.

Genaueres zu diesem Verfahren können Sie dem Brief der BfE an das Amt Siek entnehmen   http://www.spd-grosshansdorf.de/dl/BfE_-_Jan._2018.pdf

Die breite Berichterstattung in der Presse https://www.rahlstedt131.de/2017/12/30/atomm%C3%BCll-endlager-in-siek/ war ausgelöst worden durch die Anfrage von Reinhard Niegengerd in der Bürgerfragestunde einer Kreistagssitzung, nachdem vorher im Wesentlichen Gerüchte im Umlauf waren.

Auf der Informationsveranstaltung wurde betont, dass die Endlagersuche an sich nicht zu kritisieren sei, da bis zum endgültigen Atomausstieg insgesamt ca. 27.000 m³ Atommüll anfallen. Das bundesweite Suchverfahren beinhalte zwar einige Möglichkeiten der Bürgerinformation und -beteiligung, diese seien aber nicht ausreichend.

Wir werden als direkte Nachbarn der Gemeinde Siek die Thematik weiter beobachten und auf unserer homepage informieren!

Karin Iding

 

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Mitglieder stellen sich vor

Mein Name ist Sabine Estorff. Ich bin 54 Jahre alt und lebe seit 17 Jahren mit meinem Mann und unserem 16-jährigen Sohn in Großhansdorf. Aufgewachsen bin ich in Ahrensburg. Studiert habe ich in Hildesheim und Hamburg. In Hamburg bin ich für die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung im Bereich Hochschulbau tätig.

Ich engagiere mich in der Kommunalpolitik, weil mir die Entwicklung des Ortes und die Lebensbedingungen in Großhansdorf wichtig sind. Mein Hauptanliegen ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und ein vielfältiges Angebot an Ärzten und Einkaufsmöglicheiten vor Ort zu sichern. Im baulichen Bereich geht es mir darum, die vorhandenen Verdichtungsmöglichkeiten zu entwickeln und auch großzügigere Strukturen zu erhalten.

Mein Start in die Kommunalpolitik begann 2008 als bürgerliches Mitglied in dem Bauausschuss in Großhansdorf. Inzwischen bin ich als Gemeindevertreterin im Bauausschuss, im Abwasser - und Kitabeirat tätig.

Die Entscheidungen der Gemeindevertretung und der gemeindlichen Ausschüsse haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Entwicklung der Gemeinde und die individuellen Lebensbedingungen, bis hin zu ganz konkreten Einzelfallentscheidungen. Im Bewußtsein dieser Verantwortung vertrete ich Entscheidungen für eine lebenswerte Gemeinde, die den Einzelnen wahrnimmt und dabei das große Ganze im Blick hat.